Kindertrauer / Kinderfragen

Kinder leben ihre Gefühle im Moment, ganz anders als Erwachsene, sehr sprunghaft. Kinder können unterschiedliche Gefühle nebeneinander stehen lassen. Es ist wie Pfützen springen, rein und raus... Ihr Verständnis vom Tod entwickelt sich gemäss ihrer kognitiven Entwicklung.

Kinder verfügen über ein sehr empfindsames Sensorium. Ihr Ich-Gefühl entwickelt sich allmählich. Es ist darum wichtig, dass Erwachsene sich ihrer eigenen Trauer bewusst sind und selber für deren Verarbeitung und Wandlung Verantwortung übernehmen. Tun sie das nicht, übernehmen es die Kinder und machen die Erwachsenentrauer zu ihrer Kindertrauer.

Kinder sind neugierig, fragen und wollen begreifen. Kinder sind dringend darauf angewiesen, dass wir ihre Fragen wahrheitsgetreu und in einer ihrem Alter entsprechenden Sprache zu beantworten versuchen. Unsere Sprache soll sorgsam und in den Bildern, die wir brauchen, bewusst sein.

„Dein Opa ist eingeschlafen“ kann massive Einschlafängste beim Kind auslösen.

„Deine Oma ist weit weg gegangen, hat uns verlassen, etc.“ kann beim Kind die Hoffnung auf ein Wiedersehen wecken.

„Deine Schwester ist im Spital gestorben“ kann auslösen, dass das Kind das Bild entwickelt, dass man im Spital immer stirbt. Muss es dann mal notfallmässig ins Spital, haben sich diesbezüglich vielleicht massive Todesängste gebildet.

Das Kind braucht einfache, sachgerechte Erklärungen, um ein klares Bild von der Realität zu haben.

Auf die kindliche Frage: “Ist Oma jetzt im Himmel“ können wir auch so rückfragen:“ Hmm, was denkst denn DU?“ Wir können den Kindern durch Nachfragen auch helfen, ihre eigenen Antworten zu finden.


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