Porträts

Antoinette Brem


Ich bin anfangs der 1960-er Jahre geboren und in ländlicher Gegend aufgewachsen. In unserem Dorf war es damals üblich, dass Verstorbene zuhause aufgebahrt wurden und die Leute zum Abschiednehmen zu den den Angehörigen gingen. Als Kind habe ich einen natürlichen Umgang mit Sterben und Tod kennengelernt. Das war beim Tod naher Verwandten so, aber auch, als meine Lieblingskatze von einem Auto überfahren wurde - ich war damals sieben Jahre alt und untröstlich. Meine Mutter nahm mich and der Hand und half mir, für meine Katze einen guten Ort im nahen Wald zu finden. Das hat die damals sieben Jährige sehr getröstet, die nächtlichen Albträume schwächten sich nach und nach ab. Dieses an der Hand genommen werden half ihr auch, als ein Jahr später ihre Grossmutter verstarb.

Mit meinem Engagement im Verein möchte ich dazu beitragen, dass auch heute Kinder und Familien in Zeiten von Verlust und Abschied an der Hand genommen, professionell und sorgsam begleitet werden. Ich bin überzeugt, dass dies sowohl die einzelnen Familien wie auch unsere gesamte Gesellschaft stärkt. Mein Hintergrund als Seelsorgerin und Theologin und meine langjährige Erfahrung als Trauerbegleiterin, geben mir wichtiges Rüstzeug für diese Aufgabe. Mindestens so wichtig ist aber meine Liebe zu den Menschen und meine tiefe Überzeugung, dass wir gerade Kinder, Jugendliche und ihre Familien angesichts des Todes unterstützend begleiten können.

Barbara Lehner

Als freischaffende Theologin und Trauerbegleiterin unterstütze ich Menschen in Abschieden und Lebenskrisen. – Mir liegt sehr viel an einer menschenfreundlichen Trauerkultur, die hilft, Abschiede zu durchleben und Schritt für Schritt wieder ins Leben hineinzuwachsen. Dazu trage ich bei als Begleiterin und auch als Fachperson, die andere in Trauerbegleitung aus und weiterbildet.

Mit dem Aufbau eines Angebots für trauernde Kinder, Jugendliche und ihre Familien erfüllt sich für mich als ehemalige Pädagogin und selbst betroffenes Kind ein Herzenswunsch:

Als damals mein Vater kurz nach Weihnachten tödlich verunfallte, hätte uns eine fachliche Begleitung von aussen sicher gut getan. Damals und auch noch einige Jahre danach. Eine Begleitung hätte meiner jungen Mutter, meinen beiden pupertierenden Schwestern, mir als fünfjährige jüngste Tochter geholfen, das plötzliche Chaos des Todes und die Aufgaben des Abschiednehmens besser zu bewältigen.

Deshalb bin ich wohl selbst Trauerbegleiterin geworden und engagiere mich im Verein familientrauerbegleitung.ch: Damit Familien und Kinder in diesen schweren Zeiten nicht allein gelassen werden mit ihren Fragen und inmitten der Aufgaben, die der Abschied und das Leben danach an sie stellt.

Eliane Bieri

Als Pflegefachfrau auf einer Kinderintensivstation bin ich mit Verlust- und Trauersituationen schon früh in Berührung gekommen. Wie Eltern und Geschwister nach dem Tod eines Kindes den Weg zurück ins Leben finden, hat mich ganz besonders beschäftigt. Bekommen sie in dieser schlimmsten Sturmzeit, wo alles leer und verlassen scheint, die nötige Begleitung und Unterstützung? Damit Eltern und Kinder in ihrem individuellen Gefühlschaos gesehen werden, habe ich mich zur Familientrauerbegleiterin ausbilden lassen. Ich möchte, dass die Gesellschaft sensibilisiert wird und nicht mehr einfach wegschaut, wenn der Tod mitten ins Leben trifft. Ich möchte, dass trauernde Familien professionelle Hilfe in Anspruch nehmen können und so ihren eigenen Weg zurück aus der Dunkelheit finden.

Christine Leicht

Durch alle meine Lebensalter hindurch, musste ich mich von mir lieben Klassenkameraden, Freundinnen und Verwandten, die starben, verabschieden. Meine Mutter konnte als Nicht-Direkt-Betroffene auf wundervolle Weise all meine vielen Fragen nach dem Leben und dem Tod aufnehmen und versuchte stets, sie zu beantworten. Unter anderem, indem sie mir half, meine eigenen Antworten zu finden. Damit erhielt ich den Boden für mein jetziges Wirken.

Diese Erfahrungen aus meiner Kindheit, diejenigen als Mutter zweier Söhne, meine beruflichen Tätigkeiten mit Kindern sowie als Sterbe- und Familientrauerbegleiterin, zeigen mir immer wieder, wie sehr Kinder im Umgang mit der Trauer auf Begleitung angewiesen sind, damit sie ihre Trauer dem Alter und ihren Möglichkeiten entsprechend leben und auszudrücken können und so mit ihrer Lebendigkeit verbunden bleiben. Trifft der Tod eine Familie mitten in’s Leben, sind Eltern in ihrer Betroffenheit als Trauernde und gleichzeitig als Hauptbezugspersonen von ihren trauernden Kindern äusserst gefordert. Eltern stützend zu beraten und Kindern einen Raum zu bieten, damit sie einen kindgerechten Umgang mit dem Tod finden und ihre Trauer leben können, dafür setze ich mich mit meinem ganzen Wissen, viel Sorgfalt und Herzenskraft ein! Es ist an der Zeit, das Thema der Kinder- und Familientrauer zu enttabuisieren. Dafür bin ich auf dem Weg!

Monika Aemmer

Ich bin Trauerbegleiterin und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und einem Teenager. Durch den frühen Tod meiner Mutter, wurde ich um eine unbeschwerte Jugendzeit betrogen und als Kundenberaterin in der Bank, werde ich fast täglich mit Todesfällen konfrontiert. Weitere Abschiede und Schicksalsschläge in der Familie haben mein Leben geprägt und das Thema Tod und Trauer ist somit stets präsent. Da ich aus eigener Erfahrung weiss, dass durch einen schweren Verlust das ganze Familiengefüge zusammenbricht, liegt mir die Familientrauerbegleitung besonders am Herzen. Ich habe mich als Familientrauerbegleiterin weitergebildet, da ich betroffenen Kindern und Jugendlichen meine negativen Erfahrungen ersparen und dazu beitragen möchte, wieder etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Ich wünsche mir ausserdem, dass unsere Gesellschaft endlich einen leichteren und natürlichen Umgang zum Thema Tod und Trauer findet.

Annyett König - Rührschopf

Informationen folgen.

Ursula Lauper
Rita Brem-Ingold
Karin Steiner

Geboren am 21.06.69, bin ich dem Tod und Sterben in all den Jahren in verschiedenen Formen begegnet. Als Mutter von drei Erwachsenen Söhnen und aufgewachsen mit drei Brüdern, ich als älteste, durfte so die vielfältigsten Erfahrungen sammeln.
Ich liebe die Menschen, den Kontakt, ihre Geschichten, so vielseitig und spannend, traurig, freudig, herausfordernd, eben, das Leben.
Resilienz, also unser eigenes Hilfsprogramm, haben wir ganz bestimmt alle. Meines ist und war immer Musik oder/und Natur. Beides gibt mir Kraft und Ruhe, da bin ich ICH.
Gelernt habe ich den Beruf als Lebensmittelverkäuferin. Ich liebe die Menschen, sie stehen auch da für mich im Mittelpunkt. Auch Ausgebildet als Klangmassagetherapeutin und Trauerbegleiterin stehen mir heute viele Möglichkeiten zur Verfügung, um mit offenem Herzen, viel Freude und Kompetenz Wegbegleiterin zu sein.
Familien, Kinder, Jugendliche, sie liegen mir besonders am Herzen. Es wäre schön, wenn der Weg zurück zur Natürlichkeit eben wieder natürlich wäre. Tod und Leben gehören zusammen, verbindet alles. Je besser wir das verstehen, umso intensiver ermöglicht es uns, zu Leben und das Leben zu Lieben.


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