Rückblick auf die Fachpooltagung vom 28. August 2020

15 Fachpool- sowie Vorstandsfrauen trafen sich am 28.8.20 im Café sowieso in Luzern.

Wie finden trauernde Familien uns?

Bereits in der Vorstellungsrunde nahm Antoinette als Moderatorin des Tages die Frage auf, wie betroffene Familien zu uns finden. Hier zeigte sich, wie wichtig Vernetzung ist mit weiteren Teamplayern, die mit trauernden Familien in Kontakt sind. Neben der Webseite und der Beratung des Vereins werden die Familientrauerbegleiterinnen durch offizielle Stellen wie Opferberatungsstellen, Sozialdienst, Schulen, und Spital gefunden. Aber auch Vereine wie Pro Pallium oder Institutionen wie die Krebsliga oder weitere Teamplayer wie Bestatter, Seelsorge, und Pfarrei empfehlen uns weiter. Hinzu kommen berufliche und private Netzwerke sowie die schlichte Mund-zu-Mund Empfehlung. Etwa jede fünfte Familie nahm finanzielle Unterstützung in Anspruch und stellte ein Gesuch an den Verein. 

 

«Wie stärken wir einander gegenseitig und im Verein?»

Zu diesem Thema tauschten wir uns am Vormittag und frühe Nachmittag aus. Wir können Ressourcen wie Informationen, Verbindungen zu Institutionen, Fachwissen und Erfahrungen nutzen, um uns gegenseitig und unser Anliegen zu stärken – dies war eine der Erkenntnisse nach dem Input von Barbara zu Macht und Ermächtigung. Das rege Interesse am Fachaustausch untereinander war ein Konsens der Kleingruppenarbeit.

Zum einen wurde betont, wie gut und wichtig es sein kann, sich via Zoom oder auch real in Intervisionsgruppen zum Austausch zu treffen. Zum anderen wurde entschieden, eine geschlossene Facebook-Seite zu gründen, bei der untereinander konkrete Fragen und Ideen ausgetauscht werden können. Zum dritten wird es wichtig sein, künftig auch die Verbindungen zu (kirchlichen und weiteren beruflichen und sozialen) Institutionen und die Zusammenarbeit mit anderen (z.B. kindsverlust.ch) noch bewusster für unsere Anliegen zu nutzen.

Zudem besteht das Interesse an fachlicher Weiterentwicklung und -bildung, aufbauend auf die Ausbildung und zu guter Letzt zeigte sich bereits im ersten Austausch wie auch in den Austauschgruppen, wie wichtig die Vernetzung und Qualitätssicherung als Verein auch ist, um dem eigenen Tun und Wirken eine breitere Legitimation zu geben. Hier wurde auch das Fernziel einer offiziellen Anerkennung als Berufszweig oder im Rahmen eines Berufsverbands genannt.

 

Was Kinder in Krisen stärkt: Impulse von Astrid Lindgren – präsentiert von Angela Bausch

Beim zweiten Teil des Nachmittags stand Astrid Lindgren und ihr Werk im Zentrum. Angela Bausch zeigte uns funkelnde Kostbarkeiten aus Lindgrens Werk auf wie z.B. ihre Rede zum Deutschen Buchpreis «Niemals Gewalt!» und schloss mit 10 Merksätzen für die Begleitung von Kindern in Krisen. (Bausch ist fundierte Kennerin des Werkes und pensionierte Psychotherapeutin. Sie war Autorin und Fachstellenleiterin einer Erziehungsberatungsstelle für Kinder und Jugendliche) – Diese zwei Stunden weckten manche Erinnerungen an Pipi, Ronja Räubertochter, Lotta, die Kinder von Bullerbü und Co. und luden dazu ein, die Bücher und Geschichten von Astrid Lindgren achtsam mit neuen Augen und Herzen zu lesen, weil sie Kinder ermutigen, sich den grossen Themen des Lebens zu stellen, denn: 

„Der Tod und die Liebe gehören zu den großen Dingen im Leben eines Menschen, das ist für jedes Alter interessant. Man soll Kindern keine Angst machen, aber sie müssen genauso wie Erwachsene von Kunst ergriffen werden.” (Astrid Lindgren)

 


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